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Tania Konnerth
 

Ein herzliches Hallo!

 

Tanias Newsletter
Ausgabe 36

15.5.2013


   

In der Reithalle des Stalls, in dem meine Pferde leben, hängen einige Spiegel. Seit Wochen beobachte ich nun schon einen Amsel-Mann, der für viele, viele Stunden am Tag vor einem dieser Spiegel sitzt und dort mit seinem Spiegelbild kämpft. Ich frage mich, wie lange er das noch durchhält, aber nichts bringt ihn von seinem erbitterten Kampf gegen sich selbst ab.

"Dummes Tier!" mag manch einer denken.

Aber, mal ganz ehrlich, sind wir selbst wirklich so viel schlauer?

Ich war es nicht, denn ich habe über viele Jahre ganz ähnlich wie der Amsel-Mann gehandelt. Ich habe gegen mich gekämpft, gegen mein Spiegelbild, gegen mein Sein, gegen das, was mich ausmachte. Ich kämpfte gegen Veränderungen, gegen den Lauf der Dinge und gegen das Leben. Ich kämpfte auch um Dinge, um Erhalt und Bestand, kämpfte für falsche Ziele und Hoffnungen. Und, ja, in ganz stillen Momenten fragte ich mich selbst bange, wie lange ich das wohl noch durchhalten würde ...

Heute bin des Kämpfens müde geworden und wie gut ist das! So viele sinnlose Kämpfe habe ich ausgefochten, so viel Lebensenergie auf selbst inszenierten Schlachtfeldern verloren. Ich habe zwar in meinen Kämpfen auch Siege errungen, aber die schmeckten immer schal und sättigten mich nie. Von manchen Kämpfen trage ich noch heute tiefe Wunden und auch andere habe ich verletzt.

Nein, ich will nicht mehr kämpfen. Nicht gegen andere, nicht gegen mich und schon gar nicht gegen das Leben. Statt strategisch vorzugehen, möchte ich mit dem Zufall tanzen, statt zu blockieren, möchte ich mich öffnen. Statt zu taktieren, möchte ich auf meine Intuition hören, statt darüber nachzudenken, was richtig und falsch ist, möchte ich dem Ja in mir folgen. Statt gegenzuhalten, möchte ich mich auf Nähe einlassen. Statt festzuhalten, möchte ich loslassen. Statt zu kontrollieren, möchte ich lieben.

Ich möchte das Jetzt schmecken und die Freiheit. Ich möchte mich ganz hingeben – dem was ist und dem, was kommt. Ich möchte im Fluss sein, immer, immer im Fluss.

Und Sie?
Ihre Tania Konnerth

 

Mein Märchen

Für diesen Moment
lege ich mich neben den Ritter in mir,
der für mich kämpfte und fiel.

Für diesen Moment
weine ich um die Liebe,
aus der er es tat.

Für diesen Moment
weine ich aber auch vor Glück,
denn nun bin ich frei.

Für diesen Moment
spüre ich,
dass ich nun weiter wachsen kann.

Und in diesem Moment
erwacht die Frau in mir,
die ich immer schon war.

Tania Konnerth

 

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Bis bald!

Freuen Sie sich auf die nächsten Inspirationen in Wort und Bild.

Bis zur nächsten Ausgabe dieses Newsletters wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit.

 
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Redaktion: Tania Konnerth
Bei der Schule 1
29575 Altenmedingen OT Bohndorf

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