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Tania Konnerth
 

Ein herzliches Hallo im neuen Jahr!

 

Tanias Newsletter
Ausgabe 7

1.1.2012


   

Ein neues Jahr liegt vor uns.

Normalerweise bin ich in ein neues Jahr immer mit recht klaren Vorstellungen darüber gegangen, was ich angehen und erreichen will. Ich hatte Ziele und Vorsätze formuliert, ich hatte einen Plan. Das gab mir das gute Gefühl von Kontrolle, von Macht über mein Leben. Meine Idee war, dass wenn ich alles richtig mache, mein Leben perfekt sein würde.

Dann aber ließ mich das Jahr 2011 mit seinen Herausforderungen in die Knie gehen. Es begann mit mehr oder weniger starken Erschütterungen, hatte seinen Höhepunkt in einem heftigen Erdbeben mit verheerenden Erdrutschen und klang zum Ende hin mit vielen Nachbeben aus. Keiner meiner Pläne hatte mich darauf vorbereitet, ich konnte nichts davon aufhalten. Ich habe gehadert, geheult und geklagt. Ich habe mich gewehrt und gestrampelt und gekämpft. Gegen den Prozess, gegen die Erfahrungen, die ich machen sollte und gegen das Leben. Als Antwort ging es immer weiter runter – so weit, bis ich ganz unten war.

Ganz unten findet man nur sich selbst. Nichts ist übrig von den Fassaden, die man mit so viel Einsatz erbaut hat, nichts von dem schönen Schein, an dem man so hart gearbeitet hat. Alle Masken sind gefallen und man steht sich selbst nackt und bloß und unverhüllt gegenüber. Ich hätte mir keinen härteren Weg vorstellen können. Und gleichzeitig musste er wohl so hart sein. Wer gibt schon freiwillig die gewohnten Strukturen auf, für die man so viel investiert hat und die doch so viel Sicherheit versprachen? So mutig sind nur wenige. Ich war es nicht.

Dafür habe ich dann ganz unten einen anderen Mut gefunden: den Mut, mich mir selbst zu stellen. Hinzuschauen, was von mir bleibt, nachdem mein Fundament und das, was ich darauf baute, weggebrochen war. Vielleicht ist das der einzige Weg, sich selbst wirklich kennen zu lernen? Für mich ist es zumindest der, der ansteht. Und ich finde so viel! Wunderschönes, Überraschendes und Leuchtendes, aber auch Armseliges, Dunkles und manchmal auch Erschreckendes.

Und so gehe ich in das kommende Jahr mit dem Wunsch, mich selbst Schritt für Schritt in meiner Menschlichkeit anzuerkennen und mich in meinem Sosein zu akzeptieren. Auf dass ich von der Wurzel her heilen kann. Auf dass ich erkenne, was wirklich richtig für mich ist. Auf dass ich nicht mehr auf Fassaden setzen muss, sondern auf mich selbst.

Auf in dieses neue Jahr! Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute dafür.
Ihre Tania Konnerth

 

Fast

Fast hätte ich vergessen,
dass ich mir
noch etwas schulde,
nämlich endlich
ich selbst zu sein.

Fast hätte ich
es vergessen.

Habe ich
aber nicht.

Tania Konnerth

 

Neues auf meiner Website

Hier finden Sie alles Aktuelle der letzten zwei Wochen:

  • Rostock-Ausflug – Verspielte Impressionen
    von der Stadt, dem Hafen und dem Weihnachtsmarkt.
  • Mitgefühl – Wandel der Empfindungen.

  • Graffitis – Eine kleine Graffiti-Sammlung
    aus Berlin, London und München.

 

Vorschau

Freuen Sie sich für die nächsten zwei Wochen auf neue Foto-Spielereien und nachdenklich machende Zitate.

Bis zur nächsten Ausgabe dieses Newsletters, die ich am 15.1.2012 verschicken werde, wünsche ich Ihnen alles Gute.

 

 
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Redaktion: Tania Konnerth
Bei der Schule 1
29575 Altenmedingen OT Bohndorf

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